Fortsetzung: Nichtstun oder sich hängen lassen? Was ist der Unterschied der den Unterschied ausmacht?

Dieses Nichtstun – diese Muße, die Dinge zu tun, die einem Entspannung bringen, die Dinge die im Hier und Jetzt stattfinden sind etwas anderes als das totale Sich-Hängen-Lassen, wie z.B. abends vor dem Fernseher, vor dem Computer, wo wir kurz im Internet surfen oder ähnliches.

 

Diese Art von Freizeit-Verwirklichung ist nicht wirklich eine Entspannung. Es ist ehr eine Flucht vor sich selbst, vor der Ruhe, vor eigenen Gedanken und Gefühlen, es ist ehr eine Ablenkung.

 

Hier geschieht keine Entlastung für den Geist und den Körper und wir sind auch nicht im Hier und Jetzt sondern in irgendwelchen virtuellen Welten, in die man sich „einklinkt“. Sicher hat schon manch einer gemerkt, dass er nach mehreren Stunden im Internet, wobei er gar nicht gemerkt hat, wie die Zeit vergeht, danach verkrampft und müde ist. Nicht gerade ideal um für sich zu sorgen und sich zu erholen.

 

Problematisch wird es dann immer mehr, wenn man unfähig wird, sich mit etwas anderem zu beschäftigen und wenn man selbst mit sich nichts mehr anzufangen weiß. Wenn der Mensch das Nichtstun, die Muße, die Ruhe, die Stille, das nur mit sich sein, nicht mehr aushält. Wenn man ohne die Berieselung vom Netz nicht mehr auskommt. Wenn man angewiesen ist auf das ständige Geplapper der Sinne. Wenn man einen immer währenden Input braucht, um sich selbst zu spüren.  Bzw. spürt man sich dann eigentlich selbst, oder nimmt man nur die von außen vorgegebenen Sinneseindrücke wahr?

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